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6.
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Tag "Weinstock"
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Benötigtes Material:
- Rita-Rosenkranz
- Gotteslob
(GL)
- Weinstock-
Wurzel
s.a.:
- Rita-Rosenkranz
- Rita-Lieder
-
Ritas
Leben
- Rita-Novene
(weitere)
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1.
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Eröffnung
u.
Gebetsbitte:
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Im Namen
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
"Alle meine Quellen entspringen in dir, in dir, mein guter Gott.
Du bist das Wasser, das mich tränkt und meine Sehnsucht stillt."
Guter
Gott, ich bitte dich, lass mich durch diese Novene näher zu dir
finden. Hilf mir, die Spuren deiner Gegenwart im Leben und am Beispiel
der heiligen Rita zu entdecken - und so auch in meinem Leben wahrzunehmen.
Lass
mein Gebet zum Segen werden für alle, die mir am Herzen liegen.
Amen.
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2.
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Legende:
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Die
Legende erzählt:
Die Äbtissin gab Rita den Auftrag einen dürren Weinstock an
der Klostermauer zu gießen, um Gehorsam zu üben. Der Weinstock
trieb wieder aus.
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3.
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Erklärung: |
Auf
dem 2. Teilbild eines sechsteiligen alten Gemäldes steht Rita an
der Klosterpforte neben einem Baume. Die Beschriftung gibt uns keine Erklärung
über die Bedeutung desselben.
Aber es existiert ein tausendjähriges Motiv der Hagiographie (Erforschung
von Heilienleben): Wie ein junger Mönch den tauben Stock in den Wüstensand
steckt, ihn im Gehorsam mit Wasser begießt und er dadurch zu neuem
Leben erweckt wird. Will dieses 2. Bild auf dieses Motiv anspielen; oder
ist es eine Beziehung zu der Pflanze Ritas, die sie selbst im Gehorsam
zum Leben erweckt haben soll?
Durch Jahrhunderte hindurch wurde im Klosterhof von Cascia ein solches
Gewächs gezeigt. Zuerst namenlos, dann mit der Bezeichnung eines
Pflaumenbaumes, bis es seit 200 Jahren als Weinstock in den Ausdruck der
Legende einging.
Heute noch steht die Pflanze im stillen Eckchen des Klosterhofes neben
dem Choreingang. Der Weinstock gehört nun einmal zum historischen
Vermächtnis Ritas, wie die Turteltauben Assisis mit dem hl. Franz
in Verbindung gebracht werden. Es ist kaum anzunehmen, dass der Weinstock
der hl. Rita einmal Pflaumen trug. Aber den geheimnisvollen Blütenkelch
dieser Legenden zu entblättern, wäre nichts anderes, als die
Turteltauben aus dem Nest in Assisi zu vertreiben.
Jedenfalls kann sich die einfache Pflanze in Cascia rühmen, zur Belehrung
aller und auch der Mitschwestern, das Andenken an einen heroischen Gehorsam
verkörpert zu haben. Durch dieses Klosterhöfchen also ist Rita
wer weiß, wie vielmal gegangen, auch der Brunnen stammt noch aus
ihrer Zeit.
Ein anderer Gedanke drängt sich noch auf:
Manchmal gibt es Zeiten, in denen es fast unmöglich scheint, selbst
an die Quelle zu kommen, z.B. Zeiten, in denen eine Krankheit das Gebet
mehr als erschwert oder eine ausweglose Situation die Sicht versperrt.
Wie wichtig ist es dann, das Menschen da sind, die mir etwas vom Wasser
des Lebens geben.
Die kleinen
Wurzelstücke sollen uns daran erinnern, allem Dürren eine
Chance zu geben - bei mir und bei den Anderen - und wach zu sein für
die Situationen, in denen unsere An-Teilnahme gefordert ist.
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4.
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Überlieferung: |
Als selbständige
Ehefrau, als Mutter und schließlich als alleinerziehende Mutter
von 2 Söhnen war Rita gewohnt zu entscheiden, eigenständig
zu handeln. Von diesem Leben geprägt war es für sie sicher
nicht leicht, sich in die Klostergemeinschaft einzufügen, und unterzuordnen.
Wie wichtig für sie Gehorsam war, können wir aus dem Bericht
des ältesten Biographen Ritas ablesen, geschrieben wohl noch in
ihrem Todesjahr:
"Die heilige Wegzehrung empfing sie mit großer Demut und
Andacht, ermunterte daraufhin ihre Mitschwestern zu Beobachtung der
Regel des hl. Augustinus, ermahnte auch zum Gehorsam der hl. römischen
Kirche gegenüber; hatte ja das Schisma schmerzliche Wunden hinterlassen.
Am Schluss legte sie ihre Hände in Kreuzesform auf die Brust und
gab ihren letzten Segen, nachdem sie selbst von der Äbtissin gesegnet
worden war. Hierauf bat sie alle in rührender Liebe um Verzeihung.
Dann mahnte sie erneut: - 'Bleibt treu, ich bitte euch, im heiligen
Gehorsam, so wie ihr ihn der Äbtissin versprochen habt und versagt
ihr nie die Tat des Dienens. Bleibt treu in der heiligen Friedenshaltung
und in der brüderlichen Liebe. Und Gott segne euch'.
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5.
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Botschaft: |
- Glaube
ich, dass gerade aus dem Dürren in meinem Leben Neues werden kann?
- Glaube ich, dass Gott aus dem Dürren im Anderen Neues schaffen
kann?
- Was kann ich vielleicht dazu beitragen - und tue ich es mit Ausdauer?
- Wie viel an Glauben und Hoffnung bringe ich ein in meine Gemeinschaft,
in unsere Kirche in Deutschland, in die Zukunft unserer
Welt?
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6.
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Lied: |
Lass
uns in deinem Namen... (GL 944)
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7.
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Text/
Meditation: |
Ausgedörrt
ist mein Glaube, vertrocknet meine Hoffnung, leer meine Liebe.
Meine Wurzeln sind zu schwach, um an die Quelle zu kommen.
Zu spät habe ich erkannt, dass ich aus mir nicht leben, nicht geben
kann.
Wird da einer sein, der mir vom Wasser des Lebens behutsam zu trinken
gibt?
Ich bin voll Sehnsucht und bereit zu empfangen.
Hörst du meinen Schrei, aus Angst zu verdursten?
Komm du mir mit deinem Erbarmen entgegen.
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8.
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Rita-Rosenkranz: |
Wir
beten 1 Gesetz vom Rita-Rosenkranz (1 Vater unser, 7 Gegrüßet
seist du Maria):
... Jesus, der uns auf die Fürbitte der heiligen Rita Glaube, Hoffnung
und Liebe schenken möge.
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9.
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Fürbitten: |
- Heiligen
Rita, bitte für uns, dass wir nach deinem Vorbild unsere festen
Vorstellungen
loslassen können und uns mehr und mehr für Gottes Führung
öffnen.
- Heiligen Rita, bitte für unsere Vorgesetzten, dass sie für
Gottes Weisungen offen sind
und ihr Denken und Handeln von der Liebe bestimmt ist.
- Heiligen Rita, bitte für uns um die Fähigkeit, Gottes Willen
und Weg zu erkennen -
und ihm zu folgen.
- Heiligen Rita, bitte für unsere Kirche in Deutschland, dass sie
zu einer lebendigen
Gemeinschaft wird, die andere begeistern kann.
- Heiligen Rita, bitte für uns, dass wir uns nicht gegenseitig
das Wasser des Lebens
abgraben, sondern achtsam miteinander umgehen.
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10.
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Gebet: |
Heilige
Rita, du hast getan, was von dir verlangt wurde und warst offen für
die Wege Gottes -
und seine Überraschungen. Hilf uns, damit wir nach deinem Vorbild
mutig Wagnisse eingehen.
Dann wird uns Gott staunen lassen über die Werke, die er an uns vollbringt.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen.
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11.
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Lied: |
"Alles
meinem Gott zu Ehren (GL 615,1+2)"
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