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Kindheit
und Jugend der hl.Rita
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Umbrien
- die Heimat der heiligen Rita

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Die
hl. Rita wurde um
1371 in Rocca Porena/
Valnerina, Umbrien,
geboren,
einem kleinen Dorf
im umbrischen Bergland
in Italien, etwa 150 km
nord-östlich von Rom.

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Taufe
Ritas Vater hieß Antonio Lottius (wie
aus einem Pachtvertrag von 1446 hervorgeht. Aus einer Quelle
ersten Ranges, den sogenannten Italienischen Verse von Pater
Nikolaus OSA wissen wir, dass er ein guter Vater gewesen
ist),
"ein Vater, der seine Pflicht ernst nahm", (wie
er sagt. Nach der Tradition hieß) die Mutter
Amata Lottius (geb. Ferri?); eine stille bescheidene Frau,
die in der Aufgabe als Frau und Mutter aufging. Amata
und Antonio Lottius, waren als "Friedensstifter"
und wegen ihrer Mildtätigkeit an den Armen geachtet.
Ihr einziges Kind, das ihnen erst im vorgerückten Alter
geschenkt wurde, ließen sie auf den Namen Margeritha
taufen, von dem der Kurzname Rita blieb.
Die Taufe war in der Pfarrkirche Santa Maria della Plebe
zu Cascia (nach dem damals geltenden Stadtrecht
war Rocca Porena nur eine Filialkirche). Wahrscheinlich
ist das Weihwasserbecken, das man noch heute dort sehen
kann, das Taufbecken, in dem Rita in die Gemeinschaft der
Kirche aufgenommen wurde. Dahinter wurde eine Steinplatte
angebracht mit dem Motiv der Bienen-
und der Rosen-Legende.
Nach
neueren Forschungen ist es allerdings denkbar, dass Rita
im Augustinerkloster oben auf dem Berg getauft wurde.
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Darüber ist ein Fresko,
auf dem die Taufe der
hl. Rita dargestellt ist. |
Zu Ritas Geburt entstanden viele
Legenden:
Einsiedlerin, Bienen,..
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| Der
Fluß "Corno" |
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Unterwegs
zwischen Cascia und Roccaporena ging Rita wohl gewöhnlich
den Corno entlang. Wenn er aber zornig das Tal überschwemmte,
wie es zuweilen heute noch vorkommt, dann musste sie von
Cascia nach Ocosce hinaufsteigen, um den steilen Abhang
nach Roccaporena hinunter zu nehmen. |
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| Bekannt
sind uns ihre Besuche im Kloster von S. Maria Magdalena,
in dem sie möglicherweise eine Verwandte als Nonne
hatte, jedenfalls aber waren es Frauen ihrer sozialen
Stellung. Auch wissen wir von ihren Gängen nach S.
Augustin, jenem mächtigen Kirchenkomplex, der nahe
bei der Festung und den Regierungspalästen lag. |
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| Es
ist nicht undenkbar, dass Rita in der Kirche des hl. Augustinus
zur Augustinerin wurde. Jedenfalls wählte sie jene
drei Heiligen, Augustinus, Johannes den Täufer und
Nikolaus von Tolentin zu ihren persönlichen Patronen,
die in dieser Kirche verehrt wurden. |
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Straßen in Cascia, heute
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Die
drei "Lieblingsheiligen" führen die hl.
Rita ins Kloster,
Deckengemälde in der Basilika über dem Sarkophag,
Cascia |
Gott
rief Rita in seinen Dienst; aber sie war
die einzige Tochter ihrer alten Eltern.
Und diese trugen sich mit der Absicht, -
und sie mussten sie haben! - ihr Kind zu
verheiraten. In der entlegenen umbrischen
Bergregion bedeutete es eine Alterssicherung.
Als Rita voller Freude ins Haus trat und
ihre Berufung den Eltern mitteilte, musste
sie zum ersten Male erkennen, dass alle
Liebe einen Dorn in sich birgt. Einen Dorn
für sie selbst, einen nicht weniger
schmerzlichen für die Eltern. Ihre
liebe Rita, ihr Kind, das ihnen nie auch
nur die geringste Enttäuschung bereitet
hatte, schien sich auf Phantastereien zu
versteifen. Es war also ganz klar, dass
sie den Plan der alten Eltern von sich wies,
der auf die Heirat drängte.Und sie
mussten ihn durchführen, bald und rasch,
noch vor ihrem Tode. Schon war eine Anzahl
von Bewerbern in Betracht gezogen worden:
Und jetzt versetzte ihnen Rita diesen Schrecken.
Wie konnten sie in Frieden diese Welt verlassen,
wenn sie ihre Tochter allein wussten, allein
in einer Stadt wie Cascia, die so voller
Gewalttätigkeit und wilden Aufruhrs
war. Außerhalb der Stadt war die Situation
nicht besser. Banden und Banditen durchschwärmten
die Gegend. Am Horizont zeichneten sich
bereits die dunklen Wolken des Schismas
ab, das 1378 zum Durchbruch kam.
Wie berechtigt waren also die Sorgen Antonios
und Amatas, die ihre Rita nicht ohne Schutz
in dem stürmischen Meer der Wirrnisse
lassen wollten!
Sie mussten handeln! - und rasch handeln.
Eine Cascianerin konnte sich ohne Zustimmung
der Eltern weder verheiraten noch ins Kloster
gehen. So wollte es die strikte Vorschrift
des Stadtgesetzes. Gaben die Eltern nicht
die Zustimmung zu Ritas Zukunft, wer kann
ihr dann nach ihrem Tode beistehen? Vielleicht
würde ein grausamer Betrüger über
ihre Hand verfügen. Sogar die Herren
Konsulen hätten das Recht der Vormundschaft
über sie. Und vielleicht hatten die
Eltern berechtigte Gründe, dem Klosterleben
Cascias in jener Zeit mit einigem Misstrauen
gegenüber zu stehen.
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Der
Berg "Scoglio" (früherer Name: Schioppo)
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Mitten
in Rocca Porena liegt der Scoglio.Oft stieg Rita auf
ihn hinauf, um in der Stille im Gebet zu verweilen.
Dort reifte wohl auch ihr Entschluss, in das Kloster
der Augustinerinnen in Cascia einzutreten. Hier suchte
sie nach Antwort auf Ihre Fragen.
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Der Fels auf dem Scoglio
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Sicht von oben
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Die
Quelle auf dem Scoglio
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Die
Eltern wünschten
die Heirat der Tochter,
sie selbst wollte ihrer
Sehnsucht folgen und
ins Kloster einzutreten,
um ihr Leben ganz in
Gott fallen zu lassen.
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Die
Kirche auf dem Scoglio - heute
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| Einsiedelei
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Rita
machte sich öfter auf den Weg und holte sich Rat
bei Pater Ugolino in der Einsiedelei Santa Croce im
Nußtal, dem heutigen Santa Maria della Stella.
Pater Ugolino rät Rita zum Gehorsam ihren Eltern
gegenüber und damit zur Heirat.
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Unterwegs im Nußtal |
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Die
Höhlen der Einsiedlermönche |
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Die
Kapelle in der Einsiedelei
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Der "Karsamstag-Christus" |
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Die "stillende Mutter Gottes"
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Feigen
und eine Rose brachte Ritas Freundin Bona mitten
im Winter
an das Sterbebett der hl.Rita.
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Feigenbaum
und Feigen in der Einsiedelei
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Ein Marienkäfer in der Einsiedelei
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Der Wasserfall in der Einsiedelei, nicht
immer hat er so wenig Wasser
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Vom
Tage dieser Entscheidung an bis zum Jahre 1407 wusste
Rita um zwei Berufungen in ihrer Seele, die ihr schmerzliches
Geheimnis blieben. So wurde Rita also verheiratet oder
man tat vielmehr das, was in Cascia gleichbedeutend
war: man versprach
sie in die Ehe mit einem jungen Manne aus
Rocca Porena,
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